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“Im Anfang war die Tat” sagt Goethes ewiger Held,
und dies Wort gilt auch in der Sportwelt, die nicht durch
Bestimmungen, sondern nur durch Taten, wirkliche Taten gefördert
wird! Noch jung an Jahren, aber tatkräftig, in gesundem Boden tiefe
Wurzeln schlagend, hat der Internationaler Zwerg-Spaniel-Club unter
der vorzüglichen Leitung seines ersten Vorsitzenden Herrn Julius
Schmidt, Karlsruhe, 1920 seine eigene Tätigkeit begonnen und schon
nach so kurzem Bestand konnte der Verein auf eine segensreiche
Arbeit zurückblicken. Zweck der Vereinigung war lediglich die Hoch-
resp. Reinzucht unserer Kurznasen und die Vorstandschaft hat durch
die Gründung des Spezialklubs ein gutes Werk ins Leben gerufen, das
ein dauernder Denkstein in der Kynologie geworden ist. Die
Bemühungen waren nicht vergebens, der Grundstock war gelegt, und so
wurde durch die Herausgabe des I. Bandes unseres Zuchtbuches bezeugt,
wie ernst und mit welch planmäßigen Verständnis unsere Züchter ihre
Aufgabe erfasst haben. Der Inhalt des 1. Zuchtbuches von April 1922
beinhaltete die Verpaarungen aller unserer drei Rassen und ist ein
wahrer Schatz für den Internationalen Club auf dem er seine Zucht
fortan weiter aufgebaut hat, denn in der verständigen Wahl der
Zuchtpaare allein lag und liegt die Zukunft unserer Rassen.

In den
folgenden Jahren verschob sich das Schwergewicht mehr zuerst auf den
Japan Chin, dann aber erst recht auf die Pekingesen, so dass man auf
der Mitgliederversammlung am 21. März 1926 in Karlsruhe beschloss,
den Namen sinngemäß auf “Internationaler Klub für Japan Chins,
Peking-Palasthunde und Toy-Spaniels e. V.” abzuändern. Auch diese
Änderung wurde ins Vereinsregister eingetragen. Infolge von
Differenzen spaltete sich in Berlin ein Teil Mitglieder ab und
gründete den “Spa-Ja-Pe”, der aber nur ein kurzes Dasein hatte und
bereits 1932 wieder in den Stammklub zurückkehrte. Im Zuge der
Gleichschaltung wurde aus dem Internationalen Klub erst eine
“Fachgruppe für Japan Chins, Peking-Palasthunde und Zwergspaniel”,
dann eine “Fachgruppe für Zwerghunde”, und zuletzt eine “Fachschaft
für Kleinhunde im Reichsverband für Hundewesen”. Mochte dies den
alten Züchtern und Mitgliedern auch noch so wenig passen,
Widerspruch gegen diese Zusammenfassung war zwecklos. Nach
Kriegsende wurden im Laufe des Sommers 1946 von Herrn J. Schmidt,
Karlsruhe und Frau C. Wysocki, Allensbach, die Vorarbeiten zur
Wiederherstellung unseres alten, einst von Herrn Schmidt gegründeten
Klubs, aufgenommen und bereits im Herbst dieses Jahres fand dann
auch in Karlsruhe die erste Mitgliederversammlung statt, die unseren
unvergessenen Klub zu neuem Leben erweckte. Bald hatten wir wieder
einen guten Mitgliederstand.

In den
fünfziger Jahren leitete Herr Eberhard aus Augsburg als 1.
Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Es war auch Herr Otto Borner
aus Ingelheim, der frühere geschäftsführende Präsident des VDH, ein
bekannter Allgemeinrichter, welcher bis in die siebziger Jahre als
1. Vorsitzender für steten Mitgliederwachstum sorgte. Anläßlich der
Mitgliederversammlung am 31. Mai 1987 wurde der Vereinsname auf
Internationaler Club für Japan-Chin, Peking-Palasthunde und King
Charles Spaniel, gegr. 1920 e. V. geändert, und dieser am 11. August
1987 ins Vereinsregister eingetragen. Heute wird der Verein seit
über 30 Jahren von Herrn Herbert Hess als 1. Vorsitzenden geleitet.
Frau Angelika Anthes als 2. Vorsitzende, verantwortlich für das
Zuchtbuchamt und Herr Christian Tietz , 3. Vorsitzender und Leiter
der Geschäftsstelle unterstützen die Belange des Vereins vorbildlich.
Nicht Quantität,
sondern Qualität in Gesundheit und Schönheit, das Unerreichbare
erreichbar zu machen, den höchsten Gipfel zu erglimmen, das soll
unser Bestreben damals wie heute sein ! |